2. April 2012

Leserbrief zum Bau eines Radweges

Gisela Teuber

Brieselang

Ich hatte mir eingebildet, dass der von der Fraktion „Bürger für Brieselang“ eingebrachte Antrag zum Bau eines Radweges in der Karl-Marx-Str. (von Birkenallee bis Thälmannstr.) als Hirngespinst vom Tisch gefegt wird. Aber dem ist nicht so. Der Radweg wurde von der Mehrheit der Gemeindevertreter als wichtig erachtet und nun gebaut. Die K.-M.-Str., die sich vom Kanal bis zum Kreisverkehr erstreckt, weist gerade in diesem Abschnitt die besten Bedingungen für alle Verkehrsteilnehmer auf: Bürgersteig, normale Fahrbahnbreite, breiter Sommerweg. Sieht man sich die Strecke von der Thälmannstr. bis zum Kreisverkehr an, so ist dieser Abschnitt nicht nur für Fußgänger und Menschen mit Behinderung, sondern auch für Radfahrer sehr gefährlich: kein Bürgersteig, schmale Fahrbahn, kein Sommerweg. In Zeiten des Berufsverkehrs mit erhöhtem Fahrzeugaufkommen meide ich als Radfahrerin diesen Teilabschnitt, da ich keine Lust habe, mal auf einem Autokühler zu landen.

Auch mit dem beabsichtigten Bau eines nicht DIN-gerechten Fußweges auf diesem Straßenabschnitt bleibt die Gefahr für Radfahrer auf dieser schmalen Straße sehr hoch. Würde man diese Teilstrecke als Einbahnstraße ortsauswärts und die Straße Am Wald ebenfalls als Einbahnstraße ortseinwärts deklarieren und den Parkweg ausbauen, so hätte man nicht nur eine Entkrampfung auf dem letzten Stück der K.-M.-Str., sondern auch eine Entlastung der gesamten K.-M.-Str. erreicht, da ein großer Teil der im Norden wohnenden Verkehrsteilnehmer den Weg über die Straße Am Wald, Parkweg, Amselweg nehmen würden.

Das wäre eine sinnvolle Sache, aber nicht ein Radweg, den gegenwärtig keiner benötigt. Hier werden nicht nur Steuergelder verschwendet, sondern die Anlieger dieses Straßenanschnittes werden ihrer Spargroschen beraubt, da sie ja für diesen Unsinn zur Kasse gebeten werden.

Schilda lässt grüßen!